FEI Weltcup: Die Reiter-Welt schaut nach Amsterdam

FEI Weltcup: Die Reiter-Welt schaut nach Amsterdam

Es ist eines der bedeutendsten Reitturniere in den Niederlanden – sagen Reiter und Besucher. Der niederländische Springreiter Marc Houtzager bringt es auf den Punkt: „Zu wissen, dass die Zuschauer hinter dir stehen, das ist unglaublich und motiviert einen ganz besonders.“ Und Marc Houtzager wird wie ein Held vom Publikum gefeiert: Er gewinnt am 26. Januar 2020 die 12. Weltcup-Etappe der Springreiter der aktuellen Saison.

Marc Houtzager mit seiner Stute Dante

Ich bin sehr schnell geritten, schließlich habe ich all die schnellen Reiter gesehen, Ich musste alles geben und die Stute war fantastisch.” Im Stechen ist er dann auch eine ganze Sekunde schneller als die Konkurrenz. Platz 1.

 

 

Das Jumping Amsterdam findet in einer Messehalle statt. Nur dreieinhalb Tage hatten die Organisatoren Zeit, um aus einem Kongresszentrum eine Sportstätte mit Atmosphäre zu machen. Denn die Amsterdamer Messe RAI ist sehr gebucht.

Durch einen Vorhang wie in einem Theater geht es auf den Turnierplatz. Zuschauen kann dort Jedermann.

Wer gerne gemütlich beim Sushi sitzt: Auf dem Weg zum Abreiteplatz kommen hier alle Reiter mit Pferd vorbei.

"Die Bedingungen für die Pferde sind spitze", sagt Isabell Werth

Die Atmosphäre ist eines, die Bedingungen für die Pferd etwas ganz anderes. Eine, die wohl alle großen Turniere dieser Welt kennt, ist die deutsche Dressurreiterin Isabell Werth. “Amsterdam ist ein außergewöhnlich schönes Hallenturnier”, sagt sie. “Es macht großen Spaß, hier zu reiten. Die Bedingungen sind ausgezeichnet, der Sand, der Platz, die Temperaturen, große Boxen für die Pferde. Der Sport steht im Mittelpunkt, aber hier wird auch lecker gegegessen und gefeiert. Das schafft so kaum einer so gut wie die Holländer.“

Siegerin Isabell Werth freut sich natürlich über den Sieg mit ihrer Stute Weihegold. Fünfmal ist sie mit dem Pferd bei Weltcup-Etappen in Amsterdam gestartet und fünfmal haben die Beiden gewonnen. Dabei ist die Konkurrenz groß. Und nicht nur die Britin Charlotte Dujardin mit ihrer durch ihre Bewegungen und ihrer Leichtigkeit beeindruckenden Stute Freestyle hat Isabell Werth dieses Mal im Nacken. Am Ende aber landet sie mit über 90 Prozent uf Platz Eins.

 

 

“Es ist eine so tolle Atmosphäre hier, die Zuschauer unterstützen uns und sind ganz begeistert. Sie feiern alle Reiter. Das bereitet uns Sportlern unglaublich viel Freude, sie tragen uns durch den Wettkampf.

 

Die 15jährige Weihegold

Ganz nah ran an das Geschehen

Das Jumping Amsterdam hat eine lange Tradition. Seit 1958 findet das Turnier im Kongreßzentrum RAI statt. Set einigen Jahren sorgen die Weltcup-Etappen der Westeuropa-Liga sowohl im Springen wie in der Dressur für ein internationales Teilnehmerfeld in der niederländischen Hauptstadt. Viele der besten Reiter der Welt sind da. Springreiter und Dressurreiter können in ihren jeweiligen Weltcups wertvolle Punkte für das qualifizierende Ranking sammeln.

 

 

 

“Die Winter-Turniere in den Messehallen sind unheimlich schön, die Atmosphäre, die Bedingungen, der Boden – hier ist Platz. Und das Wichtigste ist: Wie sind wetterunabhängig.”

Peter Weinberg, Equipe-Chef der belgischen Springreiter

“Besucher bekommen nicht nur Spitzensport geboten, sondern können auch ganz nah ran an das Geschehen. Vor allem abseits der Wettkampfarena, wie hier am Abreiteplatz.

Dressurreiterin Charlotte Dujardin nach der Siegerehrung mit einem Fan.

Und es ist kaum zu glauben, aber in nur 24 Stunden müssen die Veranstalter die Messehallen am Ende wieder geräumt haben.

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